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Lagebericht zur Coronakrise in Temeswar

Lgebericht 4.03.2021

Das Impfen geht in Temeswar gut voran und damit steigt die Hoffnung.
Noch ist die Lage in den Krankenhäusern äußerst angespannt.
Auch in Rumänien breiten sich die hochansteckenden Mutationen aus und die Inzidenzen steigen wieder leicht.

Deutsche Vertretungen in Rumänien:
"In Rumänien gilt aufgrund der derzeitigen epidemiologischen Lage der Alarmzustand, zunächst bis zum Ablauf des 13. März 2021. Eine weitere Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.
Es gilt landesweit eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 23 und 5 Uhr ..."

Demzufolge sind die Schüler zu Hause im "Homeschooling".
Unseren Partnern in Temeswar geht es gut.

Die Siebenbürgische Zeitung berichtet am 4. März:
Ein Jahr Corona in Rumänien :

"Vor einem Jahr, am 26. Februar 2020, wurde die erste Infektion mit SARS-CoV-2 in Rumänien nachgewiesen. Bis zum 26. Februar 2021 zählten die Behörden insgesamt 795.732 Fälle aufgrund von 598.6365 Tests. 736.020 der Infizierten sind wieder genesen, 20.233 verstarben.
Ihren Höhepunkt erreichte die Epidemie am 18. November 2020 mit täglich 10.269 Neuinfektionen. Am 27. November 2020 gab es die meisten aktiven Fälle: 120.307. Die meisten Opfer wurden am 6. Dezember 2020 verzeichnet, als an einem Tag 213 Menschen starben. Die meisten Fälle insgesamt gab es in diesem Zeitraum in Bukarest mit 69,8 Infizierten von tausend Einwohnern, die wenigsten hatte der Kreis Harghita mit 20,53.

Spitzenplatz bei Impfkampagne ..."

Lagebericht 13.08.2020

Die Lage in Rümänien ist sehr angespannt. Derzeit gibt es über das Land verteilt mehrere Kreise mit Infektionsherden mit einer Inzidenz von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Deshalb hat das Robert-Koch-Institut auch den Kreis Timiş, in dem die Stadt Temeswar liegt, seit dem 13.08.20 Risikogebiet erklärt und rät von nicht notwendigen Reisen ab.

Die Krankenhäuser sind stark gefordert. Anfang August haben sich 19 Angestellte und Patienten im Temescher Krankenhaus mit Corona infiziert. Am 11.08 lagen 191 Temescher Bürger mit Corona im Krankenhaus, 15 davon auf der Intensivstation.
Es finden verstärkt Kontrollen der Polizei und der Gendarmerie statt und es werden Geldstrafen wegen Nicht-Einhaltung der Covid-19-Bekämpfungsmaßnahmen erteilt.

Am 12.8. ging die Stadtverwaltung von Temeswar davon aus, dass die Grundschüler sowie die Acht- und Zwölftklässler nach den Sommerferien im September zum normalen Unterricht in die Schulen zurückkehren werden und alle anderen über das Internet unterrichtet werden. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Unsere Partnervereine vor Ort richten sich darauf ein, dass Präsenzunterricht nicht möglich sein wird und die betreuten Familien Unterstützung beim Heimunterrricht benötigen werden.

Laut Bundeszentrale für plolitische Bildung gilt in Rumänien (Stand 7.5.2020):
Die Angst vor Armut ist größer als die Angst vor dem Virus.


Quellen: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (AEZ), Auswärtiges Amt, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Kohezio, Speranta


Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat sich viel

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat sich vieles bei uns geändert.

Seit Montag, dem 16. März, herrscht in Rumänien Notstand und somit auch Ausgangssperre für die Bürger.
Sie dürfen ihr Haus nur so selten wie möglich, und wenn, dann nur mit gutem Grund verlassen.
Sie müssen bei sich eine Erklärung auf eigener Verantwortung haben, wo dieser Grund genau geschildert wird.
Die Strafen für das Übertreten dieser Militärverordnung sind sehr hoch, zwischen 2000 und 20.000 Lei.
Vertreter von Polizei und Armee stehen an mehreren Orten in der Stadt, um die fahrenden Autos zu kontrollieren.
90 Prozent der Menschen auf der Straße tragen Masken und Handschuhe.
Die Situation ändert sich von Tag zu Tag - immer wieder werden neue Militärverordnungen herausgegeben,
die uns einerseits beschützen, andererseits unsere Grundrechte übertreten.
Es ist verständlich, wenn Leute, die Kinder, alte Leute oder Angehörige mit besonderen Bedürfnissen betreuen, nicht aus dem Haus gehen wollen.
Das Risiko, sich mit COVID 19 anzustecken, besteht.

--
Raluca Nelepcu
Journalistin/ Jurnalistă
Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien
Radio Temeswar - Ihre Sendung in deutscher Sprache



Anmerkung von B. Jeger-Buschmann:
2000 Lei = 414 €
20000 Lei = 4140 €
Durchschnittliches Nettogehalt in Temeswa: 446 € (Quelle: https://lebenshaltungskostenin.com/preise-und-lohne-in-timisoara/)
Stand: 04.04.202ß

Abbildung: Armee und Polizei kontrollieren - Foto:Raluca Nelepcu

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